Der aus Rumänien stammende Geiger Remus Azoitei,
„ein Virtuose par excellence, mit beseeltem Spiel und begnadeter
Technik ausgestattet“ (The Strad), absolvierte 2001 seinen Abschluss an der
Juilliard School in New York und personifiziert eine gelungene Mischung östlicher und westlicher
Violintradition. Die Februarausgabe 2009 der Zeitschrift „Gramophone“ preist den
„so packend wie kultivierten Musizierstil von Remus Azoitei,
...einem unverwechselbaren Musiker, der in ganz besonderer Weise Temperament,
Meisterschaft des musikalischen Idioms und Eleganz der Ausführung kombiniert.“
Remus Azoitei spielte in Konzerthäusern wie Alice Tully Hall im Lincoln Center und CAMI Hall (New York), St-Martin-in-the-Fields und Wigmore Hall (London), und war u.a. Gast bei Festivals in Yokosuka, Cambridge, London, Heidelberg, Paris, Santander, München und Bukarest. Er nahm für Hänssler Classic, Radio Bremen und Electrecord auf, seine Aufnahmen wurden bei BBC Radio 3, BBC Radio 4, Kulturkanal Rumänien, Radio Kishinev und Concert FM in Neuseeland gesendet. Remus arbeitete mit namhaften Künstlern wie David Geringas, Nigel Kennedy, Lawrence Foster, Gerard Caussé und Adrian Brendel zusammen. Nach seinem Wigmore Hall Debüt sprach der Sunday Express von einem „feinen Musiker, der vor ausverkauftem Saal ein denkwürdiges Programm interpretierte und die Menge jubeln ließ.“ Seine Aufführung des Doppelkonzerts von Bach an der Seite von Nigel Kennedy beim Enescu-Festival 2005 in Bukarest wurde auf 19 Sendern in Europa und Nordamerika übertragen, darunter Arte und Mezzo. 2005 erhielt er für seine außerordentlichen künstlerischen Verdienste den Kulturpreis des Rumänischen Präsidenten.
In Weltersteinspielung erschien 2007 zusammen mit dem Pianisten Eduard Stan bei
Hänssler Classic das Gesamtwerk von George Enescu für Violine und Klavier auf 2 CDs.
Das Projekt wurde ein großer internationaler Erfolg: das amerikanische Fanfare-Magazine
bescheinigt eine „glühende Wiedergabe, in der sich positive Energie
in authentischer musikalischer Partnerschaft Bahn bricht“ und schlägt es zur
Aufnahme in die „Classical Hall of Fame“ vor, die Frankfurter Allgemeine Zeitung empfiehlt
es als „fabelhafte Aufnahme“, und The Strad befindet dass
„Azoitei alle Voraussetzungen erfüllt: ausgeprägte Sensibilität,
eine Süßigkeit des Tones (der nicht übersaftig ist) und eine beeindruckende emotionale
wie dynamische Bandbreite“.
Zitiert sei nachfolgend nur ein Bruchteil weiterer Lobeshymnen zu diesen CDs:
„Interpretatorisch meisterhaft!” (Fono-Forum) –
„Sichere Wiedergabe, packende Lesart, eine tolle CD” (International Record Review) –
„Man kann sich keine authentischere Interpretation wünschen” (Musik & Theater, Schweiz) -
„Spektakuläre Aufnahme” (Muzyka21, Polen) –
„Große Virtuosität“ (La Scena Musicale, Kanada).
Nicht zuletzt notiert Classical Source dass sich „Azoitei vollständig mit
der Musik identifiziert. Er überwindet die technischen Herausforderungen mit solcher Leichtigkeit
dass man deren Existenz vergisst, und gibt sich gänzlich dem beredten Zauber der Musik hin.”
Zu Remus Azoiteis Lehrern zählen Itzhak Perlman, Dorothy DeLay und Masao Kawasaki an der Juilliard School in New York, wo er als Vollstipendiat sein Masters Degree absolvierte. Ebenso wurde er von Maurice Hasson an der Royal Academy of Music in London und Daniel Podlovsky an der Musikhochschule Bukarest unterwiesen. Er nahm an Meisterklassen von Menahem Pressler, Sigmund Nissel und Ivry Gitlis teil und gewann Preise bei internationalen Violinwettbewerben in Bukarest, Mailand, Weimar and Wellington (Neuseeland).
Neben seiner regen Konzerttätigkeit widmet sich Remus auch dem Unterrichten. 2001 wurde er zum jüngsten Violinprofessor in der Geschichte der Royal Academy of Music London berufen. Er ist künstlerischer Leiter und Gründungsmitglied der Enescu-Gesellschaft in London.
2009 wird Remus Azoitei u.a. als Solist des Orchestre Philharmonique de Radio France
unter Dmitri Kitaenko im Rahmen des Enescu-Festivals gastieren, ebenso als Solist des
Orchestre National de Belgique in Brüssel und des Deutschen Kammerorchesters in Berlin.
Mit dem Pianisten Eduard Stan wird er in Europa und New York (Carnegie Hall WRH)
eine 15 Recitals umfassende Konzerttournee spielen. Das Projekt vereint Werke von
Brahms und Enescu und steht unter der Aegide des Rumänischen Kulturinstituts.
Remus Azoitei lebt in London und spielt ein mit 1735 datiertes Instrument von
Niccolo Gagliano aus der Sammlung der Royal Academy of Music.